Gatter
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Warkworth Castle
Warkworth Castle
Bamburgh Castle
Bamburgh Castle
Holy Island
Holy Island

Fazit

Tja - ist jetzt doch mehr Text geworden, als geplant, aber Schottland lohnt sich allemal.

Die Anreise ist ab Fähre wirklich nicht weit und es ist die Mühe wert, sich die kleinen Straßen zu suchen. Die finden sich in England genauso wie in Schottland - in den meisten Fällen sind B Strassen mit 3- 4stelligen Ziffern, Singletracks, wenn dann auf der Karte nur wenige Ortschaften auf der Strecke zu sehen sind, würde ich in jedem Fall reinfahren. Doch vorsicht, ich habe einmal eine Spitzkehre gehabt, die war so steil, dass es wirklich nur im ersten Gang runmging und wenn da ein Auto entgegen gekommen wäre, hätte die Tiger wohl gelegen.

Also wer nicht unbedingt den Touristenkram mag - gut die Burgen sehen schon toll aus, aber sobald Busse davor stehen, habe ich schon keine Lust mehr - kommt auch so voll auf seine Kosten. Stollenreifen sind nicht notwendig. Und Whisky, Tabak und anderes kauft man besser in Deutschland - die Preise auf der Fähre und auf der Insel sind jenseits von Gut und Böse.

Thomas Magen-Darm Probleme waren wirklich blöd, aber ich glaube wir haben zum Schluss die beste Lösung gefunden. Mir haben die Alleine-Tage gut gefallen und Thomas hat noch ein paar Burgen besucht, als es ihm etwas besser ging.

Leider mal wieder aufgrund des Wetters zu wenig die richtigen Kameras im Einsatz gehabt. Es sieht jetzt auf den Fotos so aus, als wenn fast immer gutes Wetter herschte, aber bei Regen ist der Kram entweder unter der Tankrucksackregenhaube (Pansonic F3) oder unter der Regenjacke (Pansonic FT3). Beides suboptimal für ein schnelles Foto zwischendurch. So finden sich auch diesmal wieder einige Screenshots aus den Onboardkameras (GoPro I und Camshot), die aber - aufgrund von Regentropfen und Dreck - häufig unscharf sind. Zumindest zeigen sie wie das Wetter wirklich war und ein paar Eindrücke von den Strecken sollten auch so rüberkommen.

Mein Tablet mit QuoVadis ist definitiv wasserdicht und war wirklich optimal, um Singletracks zu finden, die nicht als Sackgasse enden. Auf der Papierkarte (die beim Loch Ness in den Mülleimer gewandert ist, weil sie so ein büschn Regen nicht ab konnte), sind die schwer rauszusuchen und auf handelsüblichen Navis verschwinden sie aus der Anzeige, wenn man rauszoomt.

Unbedingt ins Gepäck gehört ein Netzsteckeradapter. Daran haben wir beide nicht gedacht und mussten so etwas vor Ort besorgen. Selbst die Mongolei, der Iran, Turkmenistan usw haben unsere Stecker - die Engländer natürlich was eigenes. Diese Adapter bekommt man am günstigsten in Tools-Shops (kleine Baumärkte) vor Ort. In Touristinformationen oder Andenkenläden kosten die locker das 5-10fache.

Die Erstbehandlung von Touristen ist übrigens kostenlos und somit musste Thomas nur die Arzneikosten tragen. Meine Englischkenntnisse haben erstaunlicherweise auch soweit ausgereicht, um über medizinische Belange zu reden. Es gab eigentlich nur einmal eine Situation, bei der ich kein Wort verstanden habe. Ein Mann sprach wohl eher gälisch, als Englisch, aber mit ein paar eingestreuten "Yes", "Realy?", "Thank you", " Indeed?" macht man auch solche Plaudertaschen glücklich - zumindest reicht Englisch aus, um sich verständlich zu machen ;-)

Alles in allem war das mit Sicherheit nicht mein letzter Besuch vor Ort.   

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Text&Bilder ©2o15 - Andreas Just      Letzte Änderung: 28.o7.2o15