geschafft...
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Fazit

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Eine mistige Tour war das, die wirklich an allen Ecken und Enden Hindernisse und Ärgernisse für uns vorrätig hatte. Aber sie hat auch wieder gezeigt, dass es immer irgendwie weiter geht und das macht doch gerade den Reiz solcher Reisen aus. So mies war es also doch nicht, denn sonst wäre der Reisebericht kaum so lang geworden und wir hätten wenig zu erzählen. Am wichtigsten ist eigentlich, dass wir beide gesund und unverletzt auf eigenen Rädern nach Hause gekommen sind. Unterwegs sah es ja einige Male danach aus, dass es diesmal nicht klappen würde.

Von den Ländern, die wir durchreist haben, hat mir Kirgisien am besten gefallen. Wir sind zwar 'nur' Hauptstrassen gefahren, aber die Landschaft war extrem abwechslungsreich und teilweise sehr spektakulär. Auch die elendig langen Pisten durch das Nichts haben ihren Reiz, auch wenn man während des Fahrens teilweise wirklich die Schnauze voll hat. Egal ob nun in Usbekistan oder in Kasachstan, dieses meditative und auch hochkonzentrierte Fahren ohne jedwede Ablenkung rechts und links, ist etwas, was man in Europa so nicht mehr erfahren kann.

Abgesehen von dem Probleme mit dem Rahmen sind die anderen technischen Defekte halt der Technik geschuldet. Wenn die KTM nicht will, dass wir den Pamirhighway fahren, dann ist es halt so - Thomas braucht sich da keine Vorwürfe machen. Wir machen uns als Motorradreisende nunmal abhängig von der Maschine und wenn dann irgendwas ausfällt, muss man es zur Kenntnis nehmen, sich ärgern, eine Lösung suchen und wenn es dann weiter geht, ist das ein schöneres Gefühl, als einfach den ADAC anzurufen und sich abschleppen zu lassen.

So richtig wurmen tut mich jedoch, dass ich aufgrund der ganzen Probleme, der Hitze und Stress viel zu wenig fotografiert und gefilmt habe - da muss ich noch gelassener werden...
Deswegen gibt es diesmal auch recht viele Screenshots aus Videos und auch bei Thomas habe ich mich ausgiebig bedient - Danke!

Wirklich kurios sind allerdings so manche Antworten im Tigerforum. Man fährt nicht solche Tour ohne Begleitfahrzeuge und Werkstattwagen oder anstatt selbst zu Basteln sollte man doch zum Fachhändler gehen, auch der Hinweis, dass meine Maschine absolut überladen war - gerade auch bei meiner Statur - wird immer wieder gerne genommen. Dass da nichts überladen war, könnte ich hier mit einer Liste der Gewichte widerlegen, aber ehrlich gesagt muss meine Aussage reichen.
OK! ..ich halte den Postern zu Gute, dass der Weg zum nächsten Cafe sicherlich auch seine Gefahrenquellen hat und dass diese Erfahrungen selbstverständlich auch für Fernreisen gelten müssen, aber ehrlich... ein bischen Mitdenken ist doch nicht sooo schwer...

Inzwischen bin ich ja auch mit Triumph im Reinen, auch wenn es eher eine Kompromisslösung gewesen ist. Aber Klagen hätte sich ewig in die Länge gezogen und wäre am Ende wohl auch auf einen Vergleich hinausgelaufen. Dass ich wieder eine 800XC fahre sagt aber wohl mehr als genug, dass ich mit dem Handling und dem Motor mehr als zufrieden war. Die wahrscheinliche Ursache für den Rahmenbruch habe ich ja hier beschrieben und gehe davon aus, dass es ein Einzefall war und bleibt. Die neue Tiger muss sich dann nächstes Jahr erstmal in den Karpaten und der Ukraine bewähren.   

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Text&Bilder ©2o12 - Andreas Just      Letzte Änderung: 23.o9.2o12