sonniger Mohn am Morgen
sonniger Mohn am Morgen
Nieselregen, aber Ostsee erreicht
Nieselregen, Ostsee und die Ente gehört zu mir ;-)
Standardverpflegung
Standardverpflegung auf unseren Touren
Wohin morgen?
Wie wollen wir morgen fahren?
Track 9.6.

Wetter:

durchwachsen

Tag:

283 km

Gesamt:

792 km

Mittwoch in Deutschland und Polen

Deutschland  Es ist hier draussen auf dem Gartenstuhl doch recht recht frisch und der Schlafsack wird noch enger gewickelt, aber dafür ist es ruhig und das Gezwitscher der ersten Vögel ist auch netter als das Schnarchen im kleinen Häuschen.
Die aufgehende Sonne lässt den Mohn und andere Pflanzen erstrahlen und weckt auch so langsam den Rest der Mitstreiter. Schlafsäcke verpacken, letzte Aufräumarbeiten am Motorrad, Wasserflaschen auffüllen und ab zum Frühstücken in einen kleinen Dorfladen. Kaffee und Brötchen beleben die müden Glieder und die Vorfreude auf das Kommende steigt.

Polen  Da es so schnell wie möglich an die Küste gehen soll, wird nach dem Grenzübergang die Autobahn gewählt, bzw. was sich so Autobahn in Polen nennt - Radfahrer, Fussgänger und Zebrastreifen! sind an der Tagesordnung. Je weiter wir von der Grenze entfernt sind, umso mehr winkende Kinder und umso mehr Freundlichkeit. Da waren die Warnungen wohl etwas arg übertrieben - abgesehen von den idiotischen Überholern fällt uns nur positives auf.

Nach einiger Zeit haben wir zumindest schonmal Seeluft in der Nase und in Rewa kommen wir über die Uferpromenade das erste Mal bis auf Sichtweite ran. Da es leicht nieselt und der Strand nur über eine rutschige Treppe erreichbar ist, lassen wir es hiermit erstmal sein. Hoffnungsvolles Anhalten an einem Souvenirshop und die Frage nach Aufklebern wird allerdings verneint. Schade, muss der Koffer auf den ersten Aufkleber dieser Tour wohl noch warten.

Weiter geht's immer an der Küste entlang; vorbei an alten Russenkasernen, die sich hier zuhauf finden und das ganze über entsprechende Panzerbetonplattenstrassen in Kieferwäldern, die die meiste Zeit der Küstenlinie folgen, aber nur kurzfristig mal einen Blick auf die Ostsee freigeben.

Dass die polnische Ostseeküste auch ein beliebtes Urlaubsgebiet ist, sieht man an den Touristenhochburgen, die den Charme der 50er Jahre versprühen. Immerhin kann der Verantwortliche einer dieser Schlafstätten etwas Englisch und er fährt dann sogar persönlich vorweg, um uns den Zeltplatz zu zeigen.
Man erkennt am 'Fahren', dass es doch etwas grösser zugeht, als auf den üblichen Plätzen, aber dafür ist es hier auch sehr ruhig. Die sanitären Anlagen sind zwar etwas verwohnt, aber sauber und es funktioniert alles.

Hinter dem Maschendrahtzaun befindet sich eine Feuchtwiese, die ein tolles Biotop für Mücken ist, aber diese blöden Viecher müssen natürlich uns besuchen kommen. Dabei haben wir sie echt nicht eingeladen...sollen sie doch in Ihrem Biotop bleiben und Karnickel jagen...und nicht meine Füsse maltretieren!

Shit!...das juckt höllisch!
(zum Glück wusste ich da noch nichts von den nächsten Zeltplätzen...)

Nun gibt es das erste Mal Nudeln zum Abendbrot, nachdem das erste Mal das Zelt steht und die Motorräder das erste Mal daneben parken...die Ostseeumrundung hat nun richtig begonnen.

next

- nach oben -


Text&Bilder ©2oo4 - Andreas Just      Letzte Änderung: 15.o5.2oo6