Küche
schon gepackt und gefrühstückt
Stockholm
Bausünden in Stockholm
Traumstrasse
Meine Traumstrasse, wenn...
Traumstrasse
..nur das Wetter besser wäre, dann..
Traumstrasse
..könnte man mehr erkunden
Hütte
Parkplatz vor der Tür
Track 27.6.

Wetter:

gut und mies

Tag:

410 km

Gesamt:

6800 km

Sonntag in Schweden

Schweden  Nach einem Bauwagenfrühstück ist Stockholm unser erstes Tagesziel - zumindest einen Aufkleber sollte es schon geben, aber was wir sehen sind hässliche klotzige Neubauten und Verkehr der einem auf den Senkel geht. Nix wie weg und bessser wieder abseitige Wege gesucht.

Südlich von Norrköping kommt dann die Traumstrasse schlechthin. Eine kleiner, schmaler asphaltierter Weg, der kaum einen geraden Abschnitt hat, führt durch Wälder, an kleine Seen mit Unmengen Getier und wunderbaren Wiesen vorbei. Zum Heizen ist das nix - einfach nur geniessen und gemächlich jeden neuen Ausblick hinter Kurven oder Kuppen erwarten...einfach TOLL und absolut zu empfehlen.

Da die Kuppen aber recht steil sind und die Kurven teilweise eng, würde ich mit einem grösseren Wohnmobil da nicht unbedingt durchfahren wollen. Fahrrad und Motorrad sind die Fortbewegungsmittel der Wahl. In der Gegend lohnt es sich sicherlich auch all die anderen kleinen Strassen abzufahren. Wenn das nicht soweit wäre, wäre das in jedem Fall ein Wochenendtrip wert.

Bis dahin war das Wetter zwar durchwachsen, ging aber. Kurz vor unserem Tagesziel fahre ich ca 200m hinter Thomas her, als es anfängt zu regnen...erst nieseln, dann Regen, dann heftiger und ich wundere mich, dass Thomas nicht anhält. Plötzlich schüttet jemand einen Eimer Wasser ach was!... eine Badewanne über mich aus. Innerhalb einer Sekunde sind die Klamotten komplett nass zu sehen ist so gut wie nix mehr und ich fahre einen Baum an einem Seeufer an, um mich unterzustellen, reisse die Zeltplane vom Mopped und versuche mich darunter umzuziehen...klappt nicht...erstmal eine Zigarette...HUST! .. der Rauch kann ja garnicht abziehen, also weg damit. Warte ich halt unter der Zeltplane und über das Motorrad gelehnt den Schauer ab, der immer schlimmer wird. Die vormals kleine Pfütze an meinem Standort wandelt sich zu einem Meer und so langsam werde ich echt sauer über das Land, in dem es soviel regnet.

Zum Fotografieren fehlt mir das Unterwassergehäuse. Schade, denn das von den Regentropfen aufgewühlte Wasser des Sees sieht schon seltsam aus, eine wabernde Masse, die jeden Moment an Land zu kriechen scheint.

Der Klang eines Einzylinders lässt mich die Plane anheben Thomas steht vor mir und meint, dass es in knapp 3km knochentrocken ist. Also rauf aufs Mopped und die 3km den Regen schön gleichmässig mit den Klamotten auffangen. Tatsächlich am Ende der Strasse ist die Strasse trocken, kein Regen und sogar Sonne zu sehen. Thomas ist praktisch trocken und scheinbar exakt vor der Regenfront hergefahren, die ich 200mm hinter ihm voll abbekommen habe...Typisch...ist ja fast wie im Supermarkt, entweder erwischt man die Schlange mit der Oma, die mit Centstückchen zahlt oder die Papierrolle ist alle oder...

Mit klitschnasser Jacke und Handschuhen ist natürlich eine Hütte Pflicht. Der Wäschterockner auf dem Campingplatz wird zum Trocknen der Klamotten missbraucht (ist ja eine elendige Fummelei mit den Protektoren ;-), dauert zwar seine Zeit, klappt aber doch recht prima.

Auf Nudeln habe ich jetzt aber keinen Bock und so gehen wir ins Restaurant zum Schnitzelessen ein paar gefrorene Schuhsohlen kommen in die Pfanne, die doch stark nach Pressfleisch schmecken. War echt nicht doll, aber zum satt werden reichte es.

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Text&Bilder ©2oo4 - Andreas Just      Letzte Änderung: 15.o5.2oo6