einsame Sandstrände
einsame Sandstrände
Neugierige
Aufmerksamkeit auf sich ziehen
Sandkiste
Erste Berührung mit den Sandkisten
Friedhof
Friedhof mit Hinweistafel (Montage)
Sonnenuntergang
Der erste Sonnenuntergang auf dem Chip
Track 10.6.

Wetter:

nun ja..es geht

Tag:

286 km

Gesamt:

1078 km

Donnerstag in Polen

Polen  Die erste Nacht im Zelt verging ohne Probleme jetzt am Morgen ist es zwar etwas frisch und die Sonne nicht gerade sichtbar, aber es regnet nicht und die Wolken sehen auch nicht böse aus.

Nach einem kurzem Frühstück und zurückbringen des 'geklauten' Tisches einer anliegenden Campingplatzhütte (die gestrige Meckerei der Hüttenbewohnerin gebe ich hier nicht wieder hab ich eh nicht verstanden ;-) geht's weiter an der Küste gen Osten.

An einer Stelle können wir mit den Motorrädern theoretisch an den Strand fahren, aber das will keiner wirklich mit >300kg Maschinen...also die letzten Meter zu Fuss und ein menschenleerer weiter Sandstrand liegt vor uns. Endlich mal die Ostsee nicht nur von weitem sehen, sondern auch 'berühren'.

Einige Sackgassen mit unübersetzbaren Verbotsschildern lassen uns manchmal keine Wahl und wir müssen zurück auf die Hauptstrasse. In einem Naturschutzgebiet bei Kluki geht's dann doch etwas zu weit und aus der Strasse wird ein Feldweg und aus dem Feldweg ein Sandkasten. Der erste Umfaller: Frank legt seine BMW sanft zur Seite ... es ist aber nix weiter passiert. Eine kleine Pause und dann vorsichtig auf dem bewachsenen Randstreifen zurück...ja kein Sand mehr.

Auf der Herfahrt kamen wir an einem kleinen Friedhof vorbei, der jetzt nochmal gezielt angefahren wird. Immerhin ist heute ein kirchlicher Feiertag, wie uns all die Prozessionen unterwegs zeigen. Jedes Kreuz am Strassenrand ist geschmückt und wird von 2-3 Personen 'bewacht'. Tun wir also unseren Teil und besuchen den kleinen Friedhof, der überwiegend eiserne Kreuze mit deutschen Namen enthält. Eine kleine Gedenktafel erzählt die passende Geschichte dazu. Hier würde ich gerne mal bei Nebel und schummrigen Licht fotografieren...

Die Motorräder ziehen überall neugierige Blicke auf sich. Egal ob man irgendwo einen Kaffee trinkt oder sie beim Einkaufen zwischen die Dosen gestellt werden, es finden sich immer Schaulustige und Neugierige.
Auf einem Supermarktplatz darf ich sie daher bewachen und mich einer Horde von Kids 'erwehren', die wie die Bienen, die Maschinen umschwirren, hier und da grabbeln und mich mit Fragen bombardieren, die ich absolut nicht verstehe anhand der Anzahl der Auspuffe versuchen sie zumindest die Zylinderzahl zu ermitteln und sind ungläubig als ich signalisiere, dass es 1, 2 und 3 sind ;-)
Vorbeikommende Passanten lachen, als sie meine Bemühungen als Kindergärtner sehen, aber das klappte dann doch ganz gut.

Am Ende der ersten Landzunge (Mierzeja Helska) hoffen wir auf eine Fähre nach Danzig, aber es ist trotz Nachfrage an einem Kasernentor nichts zu finden. Das Kartenstudium bringt es an den Tag: Gestrichelte Linien bedeuten nunmal nur Schiffahrtsstrasse.
Suchen wir uns also einen Campingplatz auf halber Strecke zurück. Der erste Angefahrene macht eher den Eindruck eines Gefängnisses. Eine 3m hohe Mauer umschliesst eine Wiese, die nur durch ein riesiges Tor erreichbar ist. Das ist irgendwie ungemütlich, aber hier gibts ja noch mehr.

Dieser hier ist zwar ein Surferzeltplatz und fast überfüllt, aber für 3 Zelte inkl. Motorräder findet sich noch genug Platz in der Nähe des Strandes. Insgesamt sehr nett, wenn auch der platzeigene Laden viel zu früh geschlossen hat und es kein Bier mehr gibt.

Ein paar Fotos von den Surfern und ein echter Sonnenuntergang sind fotografisch auch noch drin, bevor es in die Zelte geht.

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Text&Bilder ©2oo4 - Andreas Just      Letzte Änderung: 15.o5.2oo6