Warten auf die Fähre
Warten auf diese Fähre
ruhige See
ruhige Überfahrt mit Postkartenmotiv
beeindruckende Technik
beeindruckende Dampftechnik
alt aussehen
Da sieht der Tiger alt gegen aus
Staubpiste
extrem staubige Piste
Track 19.6.

Wetter:

geil

Tag:

277 km

Gesamt:

3489 km

Samstag auf Hiiumaa

Estland  Irgendwie sind meine Knochen nicht mehr das, was sie am Anfang der Reise waren - es knirscht im Gebälk. Eine kalte Nacht liegt hinter uns und die Strapazen der Reise mache sich auch langsam bemerkbar. Dabei sind wir noch nichtmal bei der Hälfte der Strecke...

Nach einem kurzen Frühstück wird der nächste Fähranleger angepeilt - dort müssen wir nur knapp eine Stunde warten, um dann in Haapsalu auf einen kleinen, aber seltsamen Bahnhof zu treffen. Alte Dampflocks stehen direkt an der Strasse und können bestiegen, erforscht und geknipst werden. Ein Eldorado für Thomas, unseren heimlichen Lokführer.

Hinter Haapsula, das nochmal zum Einkaufen genutzt wurde (u.a. 1Liter Bier in Plastikflaschen ;-) verlassen wir wieder die Hauptstrasse und schlagen uns über staubige Schotterpisten zur Küste durch, um ihr in Richtung Tallin zu folgen. Diese Staubstrecken sind extrem nervig, wenn ein Auto oder gar LKW entgegenkommt. Sehen kann man erstmal nix mehr und der feine Staub setzt sich überall fest. Die Pflanzen am Strassenrand sind allesamt grau, genau wie der Motor meines Tigers und 'ne Staubfahne aus den Klamotten hat doch auch was. Fahren liessen sie sich aber, bis auf die Kurven, in denen der Schotter schonmal in losen Haufen liegt, sehr gut.

Für ein paar Staubbilder habe ich mich in den Strassengraben gelegt und wurde prompt von einem Autofahrer entdeckt, der an einen Unfall dachte...danke für das Hilfsangebot, aber ich liege öfter mal im Dreck zum Fotografieren ;-)

In Tallin wollen wir heute noch die Fährkarten nach Finnland kaufen. Auf der Fahrt dahin verlieren wir allerdings Frank. Er ist 10m hinter mir und biegt dann an einer Kreuzung rechts statt links ab...In einer späteren SMS faselt er was davon, dass wir alleine weiter fahren sollen, weil er uns im Verkehr verloren hat. Zugegeben waren da so 1-2 Autos, aber veräppeln können wir uns auch selber wenn man nicht mehr in der Gruppe fahren möchte, sagt man das und gut is', aber so ist das doch arg kindisch.

Jetzt sind wir wieder bei 4 Zylindern und besorgen uns erstmal die Tickets, um dann irgendwo einen Campingplatz zu suchen. Zu finden ist aber nix - eine Anfrage in einem Hotel brachte dann Preise um die 100EUR für eine Nacht..nee. Also raus aufs Land und da nach was passendem suchen. Vorbei geht es durch kleine Vororte und einem für Industrieruinenfotografen wahren Schlaraffenland: Maardu scheint nur aus stillgelegter russischer Industrie zu bestehen. Da es schon spät ist, verzichten wir auf einen Halt und fahren die E20 Richtung Russland, um den Zeltplatz an der Autobahn aufzusuchen, der in den Karten eingezeichnet ist.

so'n Shit!

Eine gelbe BMW und Fahrer mit rotem Helm sind schon da ;-)
Frank erzählt, dass er erstmal ein Naturschutzgebiet in Estland besichtigen und dann alleine weiter fahren will. Warum hat er nicht gesagt, aber uns soll's egal sein. Wir essen und trinken noch was und dann geht's in die Zelte.

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Text&Bilder ©2oo4 - Andreas Just      Letzte Änderung: 15.o5.2oo6