mal wieder Sand
mal wieder 'ne festgefahrene Sandpiste
ich nehm lieber Asphalt
ich nehm jetzt lieber Asphalt
mystische Kühe
Regenwolken und mystische Kühe
wann geht's los
wann fährt sie denn nun?
alter Kahn
alter Kahn am Fähranleger
Sonnenuntergang
Sonnenuntergang an der Ostsee
Track 18.6.

Wetter:

minimale Ausrutscher

Tag:

192 km

Gesamt:

3212 km

Freitag auf Saaremaa

Estland  Auf Anfrage haben wir noch ein kleines Frühstück erhalten und nachdem die Motorräder wieder bepackt sind, geht es zum Inselerkunden. Da Saaremaa nicht sehr gross ist, fahren wir erstmal über kurzweilige Schotter- und Asphaltpisten Richtung Kuresaare, der grössten Stadt auf der Insel.

Unterwegs wird mal wieder getankt und hier wirft Thomas, der mit seinen Geländereifen die Schotterpisten, im Gegensatz zu uns, locker meistert, seine Maschine beim Tanken um. Und wie schon auf der Norwegentour, wo er ein komplettes Originalkupplungsseil dabei hatte, hat er auch diesmal gleich Ersatz für den angebrochenen Bremshebel parat. Wahrscheinlich steckt in den Tiefen seiner Koffer auch ein Ersatzmotor... nun ja, wenn man sein Mopped freiwillig hinwirft, braucht man das wohl auch ;-)

In Kuresaare fängt's natürlich mal wieder an zu regnen, aber am Himmel gibt es auch viele helle Stellen, Den Regen warten wir deshalb unter einem Sonnenschirm (wie paradox..) in einem kleinen, urigen Strassenlokal bei einer Tasse Kaffee ab. Kurze Abstecher Einzelner zum Postkartenkaufen, Suche nach einem öffentlichen Internetanschluss (den ich auch fand, der aber von einer Menschenmenge belagert war) und auf den angrenzenden Markt unterbrechen die Sitzpause.

Nachdem der Regen aufgehört hat, beschliessen wir uns an der Fähre nach Hiiumaa zu treffen - ich habe heute keine Lust mehr auf Schotterstrecken. Endlich mal da anhalten und knipsen wo es Spass macht, ohne dass jemand gelangweilt am Motorrad lehnt. In Kuresaare hätte man aber noch die Burg besichtigen sollen, Zeit genug wäre gewesen...

....denn als ich nach lockerer Fahrt und vielen Stops am Fähranleger ankomme, liegt da schon eine Fähre, aber die fährt erst in 4 Stunden (nur 3x am Tag). Etwas später kommen auch Thomas und Frank dazu und schwärmen von den Schotterpisten, aber wenn man keine Lust hat, soll man sein Glück nicht erzwingen. Das Wetter ist inzwischen wirklich top und so vergeht auch die Wartezeit recht schnell. Zeit für einen kurzen Abstecher meinerseits nach Leisi zum E-Mail kontrollieren, da soll es einen öffentlichen Internetanschluss geben, den ich aber nicht finde beim Nachfragen in der Touristinfo darf ich von dort mal kurz ins Netz. Danke, aber nun zurück zur Fähre.

Bei fast Windstille, strahlendem Sonnenschein und beinahe spiegelglatter Ostsee, geht's rüber zur noch kleineren Nachbarinsel. Hier begrüsst einen am Fähranleger ein altes Schiffswrack mit bewegter Vergangenheit und gleich wieder eine Schotterpiste. Durch die Insel sind wir dann ruckzuck durch und übernachten auf einem netten Zeltplatz an der nördlichen Inselspitze. Und endlich - die ersehnte Aufnahme eines Sonnenuntergangs mit Blick auf die Ostsee wird Wirklichkeit.

Da sich auch hier neben dem Campingplatz so einige Tümpel und Wassergräben finden, ist auch für den Mückennachschub gesorgt. Ich hatte schon befürchtet an Mückengiftentzugserscheinungen zu leiden. Davon abgesehen ist der Platz aber zu empfehlen. Der Besitzer spricht zwar nur ein stark gebrochenes Englisch und kein Deutsch, aber überall auf dem Platz wird gebaut und wenn alles fertig ist, kann man es da sicherlich ein paar Tage aushalten.

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Text&Bilder ©2oo4 - Andreas Just      Letzte Änderung: 15.o5.2oo6