Freilassungsversuch
erneuter Freilassungsversuch
rutschige Treppe
rutschige Treppe zu den Grablöchern
Thomas im Loch
Thomas in der Sandhöhle
alte Kirche
leider verschlossene, alte Kirche
altes Gut
Ruine am Wegesrand
nach Mitternacht
es wird nicht mehr dunkel
Track 17.6.

Wetter:

sehr, sehr gut

Tag:

282 km

Gesamt:

3020 km

Donnerstag in Lettland und Estland

Lettland  Man mag es nicht glauben: Die Sonne scheint sogar am Morgen und es gibt keine bedrohlichen Wolken.
Grund genug für Thomas eine Runde in der saukalten Ostsee zu schwimmen (oder nennen wir es eher sich mal nass zu machen ;-) und für mich noch ein paar Freilassungsexperimente mit der Quietscheente durchzuführen. Nach dem üblichen Frühstück geht's aber auch schon weiter.

Heute stehen ein paar Sehenswürdigkeiten auf dem Programm. Zuerst soll eine alte Begräbnisstädte im Landesinneren bei Pale und dann noch besondere Sandsteinformationen an der Küste unseren kulturellen Hunger stillen.

Ersteres ist schon beeindruckend, aber auch beängstigend. Wunderbar an einem Fluss gelegen, findet man - wenn man sich über die rutschige Treppe traut - tief gegrabene Höhlen am Ufer. Es handelt sich wohl um Sandstein, in den vor Jahrhunderten diese Löcher gebuddelt wurden. Testweises Kratzen an der Höhlenwand, lässt mich dann aber doch zügig die Höhle die wieder verlassen:

Das ist ja loser Sand!

Diese Sandlöcher sind wirklich in festem, feuchten Sand gegraben und es ist ein Leichtes etwas von den Wänden abzukratzen. Ein mulmiges Gefühl bleibt, trotz des Alters der Höhlen, doch zurück. Da es dort keinerlei Aufsicht gibt, ist es m.E. eine Frage der Zeit bis der Kram komplett zerstört ist. Viele Namen und Bildchen an Wänden zeigen leider heute schon, wo es lang geht.

Die Sandsteinformationen an der Küste sind nicht mein Ding da hatte ich mir mehr von versprochen. Egal, zumindest ist es direkt am Wasser und ein paar Strandbilder und Fotos eine alten Baumstamms im Wasser sind wieder mal drin. Auch der Weg dahin war relativ nett und kurzweilig zu fahren.

Estland  Nun verlassen wir auch schon wieder Lettland. Die estnische Grenze liegt vor uns. Auch hier wird wieder mehr Wert auf die Rahmennumer der Motorräder als auf die eigentlichen Ausweise gelegt.

In Estland geht es weiter Richtung Fähre, die uns nach Saaremaa bringen soll. Unterwegs machen wir halt an alten russischen Kirchen (war leider abgeschlossen, das Innnere hätte mich schon interessiert) und an uralten Landgütern, die die besten Jahre schon lange hinter sich haben. Solche Ruinen oder auch Kirchen, wären bei uns mindestens mit einer Würstchen- und Andenkenbude ausgestattet. Das alte Gut haben wir nur durch Zufall gesehen, weil wir auf einer Brücke kurz angehalten sind.
Die ganze Strecke ist sehr zu empfehlen es macht Spass dort zu fahren, ist landschaftlich relativ abwechslungsreich und sicherlich gibt es abseits der Strasse noch weitaus mehr zu entdecken.

Die Fähre ab Virtsu ist schnell gefunden, macht aber einen etwas heruntergekommenen Eindruck...nunja, sie wird nun nicht gerade heute untergehen. In Orisaare finden wir eine Art Jugendherberge mit Campingmöglichkeit. Da diejenige, die den Preis nennen könnte, nicht da ist, bekommen wir erstmal ein paar Schnittchen, um die Wartezeit zu überbrücken. Wir nehmen dann jeder ein Zimmer, zum Zeltaufbauen fehlt die Lust und alle in eine Hütte...bei 3 Schnarchern?

Die aus Tallin angereisten Jugendlichen waren dann noch heiss darauf mal zusammen mit den Motorrädern Fotos machen zu können ich wäre auch mit ihnen eine Runde gefahren, aber mein Estnisch reicht dazu nicht aus, das Soziusverhalten zu erklären.
Die hauseigene Katze ist übrigens auch sehr zutraulich und das Bier und Essen im benachbarten Dorfclub sind ebenfalls nicht zu verachten. Bei der Rückkehr gibt's dann noch ein paar Fotos in der mittsommerlichen Dämmerung. Man merkt so langsam, dass es nordwärts geht hier wird's schon nicht mehr richtig dunkel.

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Text&Bilder ©2oo4 - Andreas Just      Letzte Änderung: 15.o5.2oo6