Abschied vom Luxus
Abschied vom Luxushotel Nicava
Asphalt
lange Asphaltpisten gibts auch
altes Bauernhaus
altes Bauernhaus am Wegesrand
Ende der Ausbaustrecke
Das heisst: jetzt kommt gleich Schotter
Trocknungsversuch
Hoffnungsvolles Trocknen über Miniheizung
Track 15.6.

Wetter:

fing so lala an

Tag:

269 km

Gesamt:

2486 km

Dienstag in Lettland

Lettland  Das Hotel Nicava entpuppt sich als Klasse Landhotel mit tollen Zimmern. Nach den sanitären Einrichtungen in Litauen sind ein Badezimmer mit Wanne, Waschbecken, Fön und richtiger Kloschüssel eine Wohltat. Satelittenfernsehen gibt's auch und darüberhinaus eine sehr nette Bar mit dem üblich günstigen Essen. Das angrenzende Gebäude (siehe Tag vorher) zeigt aber den krassen Widerspruch, dem die baltischen Länder noch unterliegen - hier der Luxus...dort nur das Notwendigste

Wir können uns aber mal den Luxus erlauben und so verging der gestrige Abend recht schnell und schweren Herzens brechen wir auf und fahren weiter die Küste entlang. Das Wetter sieht mal wieder durchwachsen aus, aber es regnet zumindest nicht. In Liepaja wird ein Geldautomat gesucht und einer von der Nord/LB in einer Mall gefunden. Hier im Einkaufszentrum ist es - abgesehen von der fremdem Sprache - wie in einem x-beliebigen Einkaufszentrum zuhause. Nachdem das Portemonaie nun die einheimische Währung beherbergt, fühlt man sich gleich wohler, auch wenn fast überall ec-Karte (maestro) oder Kreditkarten akzeptiert werden.

Man kann hier sehr schön der Küstenlinie folgen, wenn man gelbe oder gar schwarze, dünne Linien nicht scheut. Unterwegs gibt es einiges an alten Bauernhäusern, verlassenen Kasernen und Kolchosen zu entdecken. Von der Ostsee sehen wir aber auch hier nur wenig - meist geht es durch Wälder oder weiträumige Agrarlandschaften. Kurz vor der Nordspitze erwischt uns auf einer kilometerlangen Schotterpiste mal wieder der Regen...

Och nö!... das ist echt nicht schön...

...aber wir haben diese Reiseform ja selbst gewählt und ein bischen Patina schadet den Reiseenduros ja nun auch nicht.

Wegen dem immer noch vom Himmel fallenden Wasser ist in Roja wieder ein Hotel angesagt. Unten Supermarkt und Spielhalle, gegenüber Tankstelle und Autowerkstatt, dazwischen die Hauptstrasse aber ein paar kleine und nette Zimmer sind noch frei und die Nacht verlief sehr ruhig. Da hatte ich wegen der Hauptstrasse schon Schlimmes befürchtet. Allerdings ist die Miniheizung doch etwas arg klein, um die Klamotten von Motorradfahrern trocknen zu können. Etwas klamm wird der Kram morgen sicherlich noch sein.

Fernsehen (ein deutscher Sender - für Biene Maja hats gereicht ;-) und Bar mit Restaurant gibt's auch hier (wozu eigentlich Zelte mitnehmen?) Gegen Abend lässt sich auch die Sonne mal blicken und wirft ein nettes Licht auf die geparkten Motorräder, die einsam vor dem Hotel stehen.

Morgen erreichen wir die erste baltische Grosstadt. Riga steht auf dem Programm.

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Text&Bilder ©2oo4 - Andreas Just      Letzte Änderung: 15.o5.2oo6