Hafenidylle in Klaipeda
Blick von der Fähre in Klaipeda
Hafen von Klaipeda
Werftanlagen auf dem Weg zur Nehrung
Dünensicherung
Sicherung für die Düne
weite, weite Wege
weite Wege durch Europas höchsten Dünen
neben dem Hotel
ganz so krass war das Hotel nicht...
Track 14.6.

Wetter:

durchwachsen

Tag:

206 km

Gesamt:

2217 km

Montag in Litauen

Litauen  Nach einer ruhigen Nacht stehen noch alle Motorräder da wo sie abgestellt wurden und mein Gitzo brauchte ich auch nicht einzusetzen ;-)
Heute wollen wir auf die kurische Nehrung und mal sehen, ob uns die Russen direkt an der Grenze einreisen lassen. Doch jetzt muss erstmal der Frühstückskaffee und anderes weggebracht werden - mir graust es ja vor dem Loch, aber das funktioniert dann doch ganz gut und erleichtert kann der Tag beginnen...
Wettertechnisch ist es zwar mal wieder typisch bewölkt und diesig, aber was soll's.

Nach einer kurzen Suche finden wir in Klaipeda schnell die Fähre, die uns auf die Nehrung bringt. Dass sie beim ersten Mal nicht 1min auf uns Warten kann, lassen wir mal aussen vor. Der Angestellte an Land war richtig sauer auf den Bootsführer, der uns zwar gesehen hat, aber nicht warten wollte. Da sie aber in recht kurzen Abständen fährt, ist es nicht weiter schlimm.
Vorbei an Werft- und Hafenanlagen geht es dann schliesslich relativ zügig auf die andere Seite.

Auf der Nehrung angekommen ist zur Orientierung erstmal eine komplette Durchquerung bis zur Grenze angesetzt, um dann auf dem Rückweg die Sehenswürdigkeiten anzufahren. Tolle Strecke, die an die Küstenstrecken in Polen erinnern...vom Wasser sieht man zwar kaum was, aber Kurven gibt's genug und viel los ist auch nicht.

An der Grenze versucht Thomas mit seinem Russisch und (eventuell notwendigen 5 EUR Scheinen) den Grenzer zu überzeugen, uns doch mal reinzulassen. Da aber wohl ein Vorgesetzter zum Gespräch dazukommt, wurde es dann doch nix. Laut Reiseführer ist es möglich auch ohne langwierige Visa und Einladungsregeln mal einen Abstecher auf die russische Seite zu machen...wir haben es nicht geschafft...so wird der gewünschte RUS Aufkleber auf dem Alukoffer leider auch nix und unsere Devisen bleiben in der EU ;-)

Da sollte sich Russland noch was einfallen lassen - speziell die Insellage der Exklave hätte m.E. lockerere Regeln nötig und der Transit über Polen mit Abstecher in Kaliningrad und dem gesamten Durchfahren der kurischen Nehrung würde auf Dauer sicherlich mehr an Devisen bringen, als die Abzocke mit dem Visa- und Einladungsgerödel, die uns im Vorfeld schon massiv abgeschreckt hat. (Zumindest haben wir so Masuren kennengelernt)

Aber im Grunde ist es nicht so schlimm cruisen wir erstmal nach Nida, dem grössten Ort auf der Nehrung, um dort einen Kaffee zu trinken, aus dem dann aber gleich ein komplettes Mittagessen wird. Die Preise im Baltikum sind nunmal für uns sehr verlockend...

Einem deutschen Radfahrerpaar können wir dann noch mit Werkzeug aushelfen, um dann die grosse Düne südlich Nida anzufahren. Das hier ist schon eine grossartige Landschaft, aber das Wetter meint es leider nicht sehr gut mit uns...

Auf der Rückfahrt mit Stop beim anderen Dünenbereich - fängt es demnach erst an zu nieseln, dann zu regnen. Also Regenklamotten anziehen und die Fähre zurücknehmen. Nach dem Übersetzen hält man eigentlich erstmal an, Klamotten richten, kontrollieren ob alle da sind und die Drängler vorweg lassen, um dann in aller Ruhe weiter zu fahren.
Nicht so Frank gleich volle Pulle in den Stadtverkehr und ich ohne Handschuhe, offener Jacke und lose aufgesetzem Helm...echt klasse!...plötzlich ist Thomas auch nicht mehr hinter uns, den wir aber nach etwas Sucherei und SMSen an der Grenze wiedertreffen.

Lettland  An der Grenze nach Lettland das übliche Ritual im Baltikum genaue Kontrolle der Fahrgestellnummer am Motorrad, während die Ausweise weniger interessant sind. In Lettland gibt's dann erstmal kilometerweit relativ eintönige Landschaft mit verlassenen Gehöften und trostlosen Dörfern. Da es immer noch regnet, ist eine überdachte Schlafmöglichkeit in Form eines Hotels nicht unbedingt die schlechteste Idee. In Nica steht ein entsprechendes Schild, also wird dort eingecheckt und ein entspannter Abend und ebensolche Nacht warten auf uns.

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Text&Bilder ©2oo4 - Andreas Just      Letzte Änderung: 15.o5.2oo6