Kröte in Packsack
die hat echt Glück gehabt...und ich auch
nochmal Störche
Schon erwähnt? Massenhaft Störche!
Luxuskloset
ein Traum von sanitärer Einrichtung
Rasenmähen
Ordnung muss schliesslich sein
am Ufer
beschauliche Idylle hinterm Restaurant
Track 12.6.

Wetter:

prima

Tag:

194 km

Gesamt:

1617 km

Samstag in Masuren und Litauen

Polen  Raus aus dem Schlafsack, aber bäh!... sehr frisch und feucht ist alles. So feucht, dass es sich eine Kröte in meinem Packsack gemütlich gemacht hat. Zum Glück habe ich sie vor dem 'Komprimieren' gefunden, ich mag garnicht daran denken, was wäre wenn...

Ab geht's Richtung Osten zur litauischen Grenze bei recht gutem Wetter, vorbei an Störchen, an sanften Hügeln, durch...ach das schrieb ich schon...Masuren lohnt sich wirklich und ist alleine eine Reise wert. An der letzten Tankstelle vor der Grenze wird erstmal Kartenmaterial gekauft. Ich hatte zwar vorher in Hannover schon danach gesucht, aber entweder waren die Preise unverschämt oder der Masstab jenseits von gut und böse. Hier sind die Karten günstig und enthalten zumindest auch die von uns angepeilten Strassen.

Die notwendigen Aufkleber für die Alukoffer gibts auch noch - ich nehme vorsorglich für alle baltischen Länder einen mit, wenn es sie schon gibt... An die Koffer kommen sie aber erst im entsprechenden Land, mn will sich ja nicht selbstbescheissen.
Aufkleber gibt's dann auch bis Finnland generell sehr, sehr wenig. Da sind die tourismuserfahrenen Länder doch erheblich besser in der Auswahl, aber ich habe ja jetzt zumindest die KFZ-Länderkennzeichen.

Litauen  Hinter der Grenze geht's dann so bald wie möglich wieder Richtung Westen zur Ostsee (oder heisst das hier jetzt Westsee?). Die Strasse nach Vistytis ist am Anfang eine tolle neue Asphaltstrecke...ändert sich dann für ein paar Kilometer in wirklich losen Schotter auf Sand!

"Ist das ein shit hier!"

geht aber hoffentlich bald vorbei...
Und ja!..es geht vorbei: Die Schotterschicht ist weg, aber der lockere Sand leider nicht!

"Jetzt reicht's, das ist wirklich pervers!"

Tempo 20-30, viel Glück und häufiges beherztes Gasgeben halten den Tiger davon ab, dem Vorderrad unkontrolliert folgen zu wollen. Was soll das bloss werden, wenn die erste baltische Strasse gleich so ein Müll ist. Aber das war rückblickend auch die schlimmste Trasse und die hat schliesslich auch ein Ende.

Gelbe Linien in den vor Ort gekauften baltischen Landkarten bedeuten übrigens 'unbefestigt' und davon gibt es hier viele, sehr viele.

Am Campinplatz am Vistytis-See (die andere Uferseite gehört zu Russland) muss Thomas erstmal Überzeugungsarbeit leisten: Ein Motorrad-Verboten Schild ziert unverständlicherweise den Eingang. Der Platz ist durch die direkte Lage am See recht windig und somit mücken-, aber auch so gut wie sanitärfrei, wenn man eine Holzhütte mit Loch im Holzboden nicht unbedingt als sanitäre Einrichtung ansieht. Andere Einrichtungen haben wir, abgesehen von ein paar Wasserhähnen, nicht gefunden.
Ist aber egal..die Sonne scheint und man kann ein bischen relaxen, wenn da nicht der platzeigene Gärtner unbedingt jetzt und hier den Rasen mähen muss. Immerhin mäht er schön saubere rechteckige Flächen genau um uns herum frei. Da es sich um einen ollen, in die Jahre gekommenen Bezinrasenmäher handelt, kehrt ab und zu mal Ruhe ein, wenn dieses Teil mal wieder ausgeht. Wir hoffen ja auf einen Motordefekt, aber den Gefallen tut uns dieses HighTech Gerät leider nicht.

Dafür gibts aber im kleinen Restaurant ein günstiges und leckeres Abendessen inkl. Bier und lauter Discomucke, die irgendwie von einer CD mit Sprung zu kommen scheint. So oft die Sängerin auch neu ansetzt, sie wird immer wieder von den davorliegenden Liedern an der gleichen Stelle abgewürgt...erstaunlich, dass das ausser uns keinem auffiel?

Auf dem Platz waren mehrere Kindergruppen; deren Gesang abends stört nicht weiter etwas unverständlich ist mir aber die stundenlange Treterei in den Tretbooten, die...nein nicht im Wasser...sondern an Land liegen und leider auch 'elendich' quietschen ;-)

Waren ja echt nicht viele Kilometer heute, zum einen haben die vielen Stops in Masuren aufgehalten und die kilometerweite Sandstrasse wäre zu Fuss wohl auch schneller abzureissen gewesen.

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Text&Bilder ©2oo4 - Andreas Just      Letzte Änderung: 15.o5.2oo6