endlich mal 'ne Bank
endlich mal 'ne Bank zum Kaffeetrinken
Störche
Überall am Weg gibt es Störche
unterwegs in Masuren
unterwegs in Masuren
Am See
Campingplatz "Am Teich"
Zelte
schöne Zeltflächen
Track 11.6.

Wetter:

ganz passabel

Tag:

345 km

Gesamt:

1423 km

Freitag in Masuren

Polen  Weiter geht's – zuerst mal die Landzunge zurück und dann Richtung Danzig.
Wie zu erwarten: Stadtverkehr! und die Werbeschilder lassen einen doch eher an zuhause denken – bekannte Bau- und Elektronikmarktmarken säumen den Weg. Die grossen Warenhausketten erobern schnell neue Märkte.

An Danzig sind wir aber recht schnell vorbei, um danach leider kilometerweit einer Umleitung folgen zu müssen, die nur wenig Spielraum zum Überholen von LKWs, Treckern und ähnlichen Hindernissen ermöglicht. Baustellen dieser Art finden sich zur Zeit wohl überall an den Hauptverkehrsstrecken, die Hinweise auf die EU-Finanzierung sind unübersehbar. Das ist nichts für uns, und wir atmen auf, als dieses Stück zu Ende ist.

Die Landzunge, die nach Russland führt, schenken wir uns und fahren weiter östlich, um die Russlandenklave Kaliningrad landseitig zu umgehen. Dabei kommen wir durch Masuren, das sich als wahre Perle entpuppt. Man hat zwar schon viel davon gehört, aber verklärte Erinnerungen der Vertriebenen oder Aussiedler schenkt man wenig Glauben. So viel anders als bei uns, kann es da eigentlich auch nicht sein.

Denkste!

Ein Traum von Landschaft und Strassen empfängt uns und eine solche Menge an Störchen sieht man wohl nur noch in den Winterquartieren in Afrika auf einem Haufen. Jedes Dorf, ja fast jeder Bauernhof hat sein belegtes Storchennest und nahezu jeden Kilometer sieht man sie zu Massen auf frischgemähten Wiesen.

Die Strassen sind klasse zu fahren, zwar teilweise etwas holprig, aber kurvenreich und führen ständig durch Täler, Hügel, Wälder und weite Landschaften mit Seen und Wiesen. Da das Wetter auch noch mitspielt...:
Masuren ist für eine weitere Reise nur zum Fotografieren und Motorradfahren schonmal eingeplant. Ein kleiner Parkplatz mitten im Wald, endlich mal mit 'ner Bank, lädt zum Verweilen und Kaffeetrinken ein. Das Wetter sieht zwar im Moment nicht so berauschend aus, aber noch ist es trocken und wir können uns auf die Suche nach einem Campingplatz machen.

Gefunden haben wir dann einen Platz namens „Am Teich“. Er liegt toll an einem See (natürlich inkl. massenhafter Mücken) und hat deutschsprechende Besitzer. Schön angelegte Hütten und Zeltbereiche könnten einen schon hier die Reise beenden lassen, aber wir wollen ja um die Ostsee rum.
Ein Paar aus Hamburg ist aber hängen geblieben und auch ich könnte mir vorstellen von dort ein paar Tagestouren zu machen.

Dass es jetzt am Abend zu regnen anfängt, ist nicht so schlimm – die Zelte sind aufgebaut, es gibt überdachte Bereiche für Lagerfeuer, Essen und feucht ist es an Seen sowieso...

Weil das Fahren heute recht kurzweilig war, ist die fotografische Ausbeute nicht so überwältigend. Ein Grund mehr da nochmal hinzufahren.

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Text&Bilder ©2oo4 - Andreas Just      Letzte Änderung: 25.o7.2oo4