www.anju.de   Norwegen 2oo1  Gästebuch
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Campingplatz
Nesna(Fähre)
Levang
Sandnessjörn
Tjötta(Fähre)
Forvik
Anndalsvag(Fähre)
Sandvik
Vennesund(Fähre)
Solstad - R17
Namsos
Holmset(Campingplatz)

316km

Helgelandsbrua
41k
vorbildliche Gurte
61k
das Wetter wird besser und besser
61k
an der Küste
57k
 

17.Juni

Kalt ! - schweinekalt ist es. Der Küchenraum auf dem Campingplatz ist angenehm warm, hat eine nette Essecke, schöne Couches inklusive Fernseher und lädt dadurch schon zwangsweise zu einem einstündigen Frühstück mit frischen Brötchen bei MTV Musikuntermalung ein.

Los geht's zum Fährenhopping. Erste Fähre Nesna-Levang kostete 37Kr, ein paar Kilometer fahren und die nächste Löhnstelle ist die Helgelandsbrua für 33Kr - eine wirklich schöne Brücke. Weiter geht's zum Dampfer Tjøtta-Forvik für 50Kr. Nach kurzer Zeit dann die Fähre Anddalsvåg-Horn für 64Kr und zu guter Letzt die Überfahrt Vernesund-Holm für 34Kr.

Alles in allem kostete diese Strecke neben Sprit mal locker 218Kr. Die Strassen wechseln, wie zuvor auch schon, ständig zwischen Küsten- und Bergstrasse. Eine absolut geniale und abwechslungsreiche Strecke, die man öfter fahren kann.

Irgendwie fehlt aber eine Fähre, tja - verfahren haben wir uns also auch mal und statt der geplanten Fähre Rorvik-Salsnes (769) sind wir der Rv17 gefolgt und weit ins Landesinnere gefahren, um schliesslich in Namsos wieder auf die ursprünglich geplante Route zu kommen. Als wir unseren Irrtum unterwegs bemerken, ist eine Pause, neben den auf dem Fussweg abgestellten Moppeds, angesagt. Nach kurzer Zeit fällt mir auf, dass der Tiger immer steiler steht und siehe da, er hat sich mit dem Seitenständer zirka 5cm in den Asphalt gegraben. Nach einer Stunde wäre er wohl umgekippt. Dies ist mir auch später auf verschiedenen Parkplätzen aufgefallen - Risse im Asphalt oder eingesunkener Ständer. Da das bei Thomas Maschine nicht auftrat, ist beim Tiger wohl die Auflagefläche etwas klein geraten - ich sollte wohl etwas dranschweissen.

Der "Umweg" bestand hauptsächlich aus ganz nettem Mittelgebirgsniveau, aber Küstenstrassen finde ich persönlich besser.

Auf den Fähren wird das Befestigen der Moppeds sehr unterschiedlich gehandhabt - einige haben tolle Ratschengurte, andere noch nichtmal einen lumpigen Tampen, geschweige denn eine Befestigungsöse oder Ähnliches. Ich werde mir daher in jedem Fall so einen Ratschengurt zulegen und bei den nächsten Fahrten mitnehmen. Der vollbepackte Tiger ist zwar nirgendwo umgekippt (naja, einmal schon - zwar nicht auf einer Fähre - dazu komme ich aber noch), aber irgendwie fühlt man sich wohler, wenn man weiss, da ist noch eine Sicherung.

Der angefahrene Campingplatz ist etwas runtergekommen. Speckige Duschvorhänge trotz 3 Sterne - einer klitzekleinen Küche mit steiler Treppe zu einem kalten Aufenthaltsraum unter den Klos. Zumindest liegt er sehr nett an einem Fjordausläufer und eine kleine Vogelinsel direkt vor dem Campingplatz sorgt für die notwendige Geräuschuntermalung für diese Nacht.

Die Bilder sollten eigentlich alles sagen - mit 316km sind wir nun bei KM 3436 angelangt.

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Text/Bilder © 2oo1 - Andreas Just