Bahnübergang
Bahnübergang
zerschossen
zerschossen
weite Wege
weite Wege
Nähe Donaudelta
Nähe Donaudelta
Braila
Braila
Track o9.o6.

Wetter:

Sonne!

Hotel:

N 455'22"
E 2655'18"

Tag:

468 km

Gesamt:

5117 km

Donnerstag über Moldawien nach Rumänien

Ukraine  Zum Abschied gibt es nochmal Frühstück in Odessa. Sie wollten uns noch einen Tag dabehalten, aber etwas unwohl fühlen wir uns bei dem Gedanken schon. Komplett kostenlos von bis dato wildfremden Menschen über Tage beschäftigt und beköstigt. Ich kann nur nochmal Danke! sagen und freue mich auf ein Wiedersehen, denn das wird sicherlich nicht die letzte Reise in die Ukraine gewesen sein. Baikal, Kasachstan, Russland .. da gibts ja noch so einiges, wo Odessa fast auf dem Weg liegt...

Im auffälligen BMW-Reiseenduro-Konvoi geht es nochmal gemeinsam zum Stadtrand und vor den Toren Odessas verabschieden wir uns von Valerij und Orest.

Auf dem gleichen Weg, der vor 2 Wochen zur Anreise genutzt wurde, geht es nun wieder Richtung Westen. Diesmal wollen wir aber ein paar mehr Kilometer in Moldawien mitnehmen. An der Grenze dann der Schock:

"Something wrong with your passport!"
"Häh! Whats wrong?"

Moldawien  Nach einiger Zeit (was machen die bloss immer in der Zeit?) dürfen wir dann doch aus der Ukraine ausreisen, weil der Zöllner das Visum nun richtig als 2xgültig interpretiert hat. Jetzt noch die moldawische Einreise hinter uns bringen und... ein Bahnübergang mit offener Schranke, aber aktivierten Warnsignal. Warten wir halt, aber nix tut sich. Zum Glück kommt ein Auto, welches einfach durchfährt.

"Was der kann, können wir auch"

Und dann, irgendwie rechnet man garnicht mehr damit, die moldawische Grenzstation. Hier wird das Visum gleich richtig erkannt, aber es kostet mal wieder 10EUR, die ein selbstgefälliger Veterinär gleich in seine Hemdtasche steckt. Diesmal gibts sogar 'ne Quittung über 9EUR für Vogelgrippedesinfektion, die wie üblich in Form einer nassen Matte auf der Strasse liegt.

Da stehen zwei Unifomierte an der Kreuzung. Und prompt werden wir angehalten, Reisepass und Zulassung kontrolliert und das wars auch schon. Ich hatte schon nach den 5EUR Scheinen gekramt, aber die hatten wohl nur Langeweile, denn Verkehr ist hier wahrlich nicht viel. Auf der langen, bis zum Horizont sichtbaren Strasse, kann man die Fahrzeuge an einer Hand abzählen.

Durchgeballerte Verkehrsschilder zeugen davon, dass hier jemand Schiessübungen veranstaltet hat - andere Ziele gibt es hier auch kaum.

Nachdem wir zuerst am Schild - genauer an der Schildhalterung, denn das Schild ist wohl anderweitigen Zwecken zugeführt worden, vorbeigefahren sind und wieder in Richtung Ukraine unterwegs waren, sind wir jetzt auf dem korrkten Weg mit Ziel Rumänien. Das Donaudelta kündigt sich an, denn viele Wasserflächen zwischen sanften Hügeln erinnern an die ukrainische und rumänische Landschaft.

Und da ist auch schon der kurze Transitweg, welchen wir schon bei der Hinfahrt gefahren sind. Sehr viel Moldawien war das nun nicht gerade, immerhin war es das teuerste Land unterwegs. 56 EUR pro Person um zweimal durchzufahren, zeigt doch klar, dass die Haupteinnahmequelle wohl aus Visumskosten und dubiosen Gebühren besteht. Ich werde es zukünftig meiden und mein Geld lieber in gastfreundlicheren Ländern investieren.

Rumaenien  Die Einreise in Rumänien ist schnell vollzogen und nun heisst es in Richtung Südkarpaten eine Unterkunft zu finden. Aber zuerst will Thomas in Braila noch seine ukrainischen Hrywnja wechseln, die von der Kettenaktion übrig blieben. Doch das will keiner tauschen...?
Ein kleines Hotel am Strassenrand sorgt dann für das Dach in der Nacht. Wir haben aber vergessen rechtzeitg einheimisches Geld zu besorgen und Dollars will die Angestellte nicht haben. So fällt das Abendbrot dann etwas kleiner aus. Die Motorräder stehen zwar auch wieder draussen, aber der Besitzer meint, er kontrolliert die Nacht öfter mal.
Na denn....

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Text&Bilder ©2oo6 - Andreas Just      Letzte Änderung: 12.o7.2oo6