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gebrochene Kofferhalterung
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Fazit

Klasse war es. Es hat sich auch hier wieder herausgestellt, dass Hinz und Kunz zwar alle warnen: "Rumänien? Da kommt ihr doch mit dem Zug zurück!" oder "Ukraine? passt auf, dass ihr nicht überfallen werdet!". Ja selbst Ukrainer einen für verrückt erklären, da Urlaub machen zu wollen. Und was war?

Wir haben wieder unendlich viele nette und hilfsbereite Menschen getroffen, tolle Landschaften gesehen und uns eigentlich nie irgendwie bedroht gefühlt. Es kommt wohl auch darauf an, wie man auftritt. Wer seine Rolex demonstrativ vor sich herträgt, wer protzig mit Geld um sich schmeisst, der muss sich nicht wundern, wenn er Probleme bekommt. Aber das ist in Deutschland genauso und auch hier würde ich mein Motorrad nicht unbewacht an jeder Ecke stehen lassen.

Bewährt haben sich aber die 1kg Gummibärchen, die ich Form kleiner Tütchen an interessierte Kinder verteilt habe. Und Zigaretten werden auch gerne genommen. Das würde ich sogar Nichtrauchern empfehlen. Eine Stange einheimische Kippen kosten in der Ukraine oder in Rumänien unter 10EUR und sehr häufig haben helfende Menschen danach gefragt.

Meine Webseitenwerbefotos (Grösse 15x10cm zu 7cent das Stück) sind auch fast alle verteilt und haben sehr oft zu netten Gesprächen geführt. Was ich beim nächsten mal allerdings noch mitnehme, sind visitenkartengrosse Fotos vom Motorrad mit den technischen Daten. Das wurde doch allerorten nachgefragt und es war manchmal schon mühselig immer wieder Zahlen in den Boden zu kratzen ;-)

Deutschland  Der Beginn der Fussball-WM fiel in unsere Reisezeit. Somit war die Rückkehr etwas seltsam - allerorten Jubel und Ausgelassenheit, während die Politikerkaste schamlos Steuern erhöht und an weiteren Belastungen gearbeitet hat. Das ganze hatte für mich etwas von "Gebt dem Volk Brot und Spiele", allerdings sind Fahnenmeere doch nett anzusehen und abgesehen von den stundenlangen hupenden Autokorsos und besoffenem Gegröle, war die Stimmung ganz ok.

Tschechien  Tschechien ist sicherlich alleine eine Reise wert. Wenn ich es heute mit meinem letzten Besuch vor 10 Jahren vergleiche, so hat sich vieles getan. Auf dieser Tour war es aber eher Transitland, genau wie...

Ungarn  Ungarn, von dem mir ausser einer elendig langen und langweiligen Pusta Autobahn wenig in Erinnerung bleibt.

Slowakei  In der Slowakei habe ich kurz vorm Ende der Tour mein Portemonaie verloren, welches aber 3 Wochen später mit der Post zu mir nach Hause kam - knapp 2/3 des Geldes fehlten, aber sonst war alles noch vorhanden - ein bischen ärgerlich, denn eine neue Scheckkarte hatte ich schon, den neuen Führeschein auch und ein neuer Perso war schon bestellt ;-)

Moldawien  Zu Moldawien habe ich ein gespaltenes Verhältnis. Zum einen ist das Visum recht teuer (gibt es hier) und wir mussten Schmiergelder zahlen - zum anderen hat das Land, zumindest das was wir geshen haben, doch recht wenig zu bieten. Ich werde es zukünftig meiden. Leider sitzt es, wenn man das Donaudelta und die Krim auf einer Tour besuchen will, mittdendrin und kassiert diesen Wegezoll. Da ringsherum alles Visumsfrei ist, sollten die sich doch evtl überlegen, ob man auf Dauer nicht besser fährt, wenn man zumindest für EU-Bürger das Land öffnet und darüber mehr Geld einzunehmen ist.

Rumaenien  Rumänien ist allemal eine Reise wert. Eigentlich kann ich - bis auf die Wallachei - jede Ecke, die wir befahren haben, problemlos empfehlen. Spektakuläre Karpaten, grandiose Tierwelt im Donaudelta und die kleinen Dörfer in Siebenbürgen werden mir lange in Erinnerung bleiben. Aber auch die Strassenverhältnisse, die teilweise jenseits von Gut und Böse sind. Wenn man schon mit einer Reiseenduro aufsetzt, so würde ich auf die Tour mit einer reinen Strassenmaschine verzichten, ausser man will nur Hauptstrassen fahren. Ein Zelt mitzunehmen ist in Rumänien eigentlich witzlos, jede kleine Bar an den grösseren Strassen hat günstige Gästezimmer und Pensionen sind auch überall zu finden. Das gleiche gilt für die ...

Ukraine  Ukraine. Hier muss ich natürlich nochmal unserer Gastfamilie in Odessa danken, so intensiv hätten wir Odessa wohl nicht kennengelernt, da wir Städte eher meiden und der Wodka war auch prima ;-)
Die Krim ist langweilig und wunderbar. Langweilig ist der Weg dahin - die Strassen ziehen sich doch ganz schön. Wunderbar ist der Süden, dem man ein paar Tage mehr gönnen sollte. Allerdings ist es dort auch relativ teuer und der Verkehr in den Städten wahrlich nicht der Traum eines Motorradreisenden. Die Krim (und Odessa:-) sind aber als Zwischenstation für die angedachte Kaukasusreise schon eingeplant.

Dänemark  Dänemark ... Dänemark? ... Ja! Dänemark!
...ich musste doch mal nachsehen, ob wir diesmal einen Relaxtag hätten einlegen können. Sah allerdings eher nach Regen aus, also das Übliche.
(wer sich hier wundert sollte die Berichte über die Norwegentour und die Ostseeumrundung lesen ;-)

Bedanken will ich mich noch bei der Familie Moyseevich, die uns die Kontakte in der Ukraine verschafft haben und auch teilweise telefonisch als Übersetzer zur Verfügung standen. Dann wäre da noch Friedhelm (seine Homepage) zu nennen, den wir beim Teschtreffen genervt haben und Klaus, der mir einige Unterlagen über Rumänien gegeben hat. All die, die uns Tipps per Email und auch in persönlichen Gesprächen gegeben haben, sind aber auch nicht vergessen. Auch wenn wir nicht alles umgesetzt haben und die Route am Ende doch nicht der Planung entsprach

Wenn jemand Fragen hat - nun kann ich auch was zum Thema beitragen ;-)

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Text&Bilder ©2oo6 - Andreas Just      Letzte Änderung: o1.o7.2oo6