Zelte und Angler
Zelte und Angler
kleine Hütte
kleine Hütte
kleine Hütte
sehr kleine Hütte
flexible Höhen
flexible Höhen
Track 24.o5.

Wetter:

windig

Camping:

N 4738'16"
E 1820'37"

Tag:

392 km

Gesamt:

957 km

Mittwoch in Ungarn

Tschechien  Verdächtige Geräusche! In den frühen Morgenstunden schrecke ich hoch. Da sind welche an den Motorrädern! Erst höre ich Autotürenklappen, dann leises Flüstern und dann schleicht da jemand rum. Nach bangen Sekunden entfernen sich die Schritte wieder und Schlaf umnebelt wieder meine Sinne. Eine halbe Stunde später das gleiche Spiel, da es jetzt sowieso schon 5:3o Uhr ist, muss der Schlafsack alleine liegen bleiben. Der Blick aus dem Zelt offenbart die Geräuschquellen: 2 Angler haben es sich in der Nähe der Zelte am Fluss bequem gemacht - wahrlich nix dramatisches - aber man wird ja etwas Bedenken haben dürfen.

Später schafft es auch Thomas, sich aus dem Zelt zu quälen und nach morgendlicher Wäsche, einem kleinen Frühstück bei einigemassen brauchbaren, wenn auch grauem Wetter, geht es gegen 9:oo Uhr weiter Richtung Süden.

Brünn wird schnell passiert und knapp an Österreich vorbei kommt schon der Grenzübergang in die Slowakei.

Slowakei  Wir wechseln nur wenig Geld, da heute noch Ungarn erreicht werden soll. Tankstops und Einkaufen bei Lidl (diese Supermarktketten scheint es inzwischen überall zu geben) lockern die Fahrt auf ... und Regen. Mein reparierter Reissverschluss scheint aber wohl zu halten.

Ungarn  Der nächste Campingplatz in Ungarn wird angepeilt und statt Zelten wählen wir lieber eine kleine Hütte. Eine wirklich kleine Hütte: Um vom Vorraum ins Klo zu kommen, muss man über das vordere Bett steigen und nachdem das Gepäck abmontiert ist, sind auch alle Räume so gut gefüllt, dass kaum noch Platz zum sitzen ist. Aber wir bleiben ja nur eine Nacht hier und im Zelt ist ja auch nicht mehr Platz. Nach dem Duschen und Frisch machen (eine grosse Spinne muss aber vorher die Duschwanne räumen) fordern der Hunger seinen Tribut.

Der Camingplatz in Tata hat ein riesiges Restaurant, welches uns dann mit seinen kulinarischen Genüssen und Bier, bei anhaltendem Regen draussen, verwöhnt. 4000 Forint sind zwar relativ teuer, aber das ganze Gebiet ist Urlaubsgebiet und die hübschen Bedienungen sollen ja auch etwas Trinkgeld haben.

Bei einer kurzen Erkundung auf dem Gelände entdecke ich ein dickeres Holzbrettchen, welches den Seitenständer des Tigers unterstützen soll. Über die Jahre ist der immer weiter ausgeleiert und im vollbepackten Zustand bekomme ich die Katze kaum noch in die stabile Lage. Kurzerhand wird das Brettchen an der anderen Seite der gelben Brettchenschnur befestigt, so dass von da an ein flexibles System entsteht, welches 3 Höhen abdecken kann.
Inzwischen ist der Seitenständer repariert. Der Träger war rausgebogen und dazu kam noch eine labberige Buchse, die den eigentlichen Seitenständer an der Feder hält. Der Tiger steht jetzt wieder gerade ;-)

Zufrieden und vorsorglich mit Ohrstöpseln auf so kleinem Raum (Thomas schnarcht - ich natürlich nicht .. zumindest habe ich das noch nie gehört ;-) geht der zweite Tag dem Ende entgegen. Hoffen wir auf besseres Wetter, allerdings sind wir ja solche Regentouren gewohnt und es tut der Stimmung keinen Abbruch.

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Text&Bilder ©2oo6 - Andreas Just      Letzte Änderung: 12.o8.2oo6