Burg
Burg
Burg
Burg
Hohe Tatra
Hohe Tatra
Sturmschäden
Sturmschäden
Sturmschäden
Sturmschäden
am Abend
am Abend
Track 14.o6.

Wetter:

kühl

Camping:

N 4925'15"
E 1818'45"

Tag:

450 km (-150)

Gesamt:

6860 km

Mittwoch zuviel gefahren

Slowakei  Es ist 2 Uhr und das Bier will wieder raus und hat mich aus dem Schlafsack in die Kälte getrieben. Vollmond und sternenklarer Himmel sorgen aber für freudiges Gefühl bezüglich nachher...

Jetzt ist es nachher und der Himmel ist Grau in Grau :-(
Schnell werden die Zelte noch trocken abgebaut und dann frühstücken wir auf einer überdachten Bank.

Wir wollen Richtung Hohe Tatra und sie auf der slowakischen Seite passieren. Wahrscheinlich wäre ein Grenzübertritt nach Polen besser gewesen, denn uns erwartet eine langweilige Schnellstrasse, die meist durch Tourismusorte führt. Es gibt zwar Kurven, aber ansonsten ist die Strasse eher für schnelles Vorwärtskommen gebaut. Dazu kommen noch die Sturmschäden, die vor einiger Zeit nahezu den gesamten Wald vernichtet haben und der graue Himmel bei kühlem Wetter tun ihr übriges. So richtig schön ist das hier wirklich nicht.

Je weiter die Berge hinter uns bleiben, umso wärmer wird es wieder. Eine grosse Burg lockt uns an, aber Parkplatzgebühren, ein Fussmarsch zur Burg und ungewisse Wetterlage lassen uns nach ein paar Fotos dann doch weiter fahren.

In Martin essen wir in einem italienischen Restaurant zu Mittag. Inzwischen scheint auch wieder die Sonne und das Essen ist sehr lecker und auch sehr günstig - eigentlich könnte man ja hier bleiben, aber wir müssen weiter. Ich schnappe alle meine Sachen, lege das Portemonaie auf den Alukoffer, sehe nochmal kurz nach, ob der Supermarkt nebenan evtl offen hat, ziehe die Jacke an und dann geht es auf eine wunderbare Strecke, die uns durch Täler, an Flüssen und über Hügel führt.

Nervig sind die LKWs, die teilweise lange Staus nach sich ziehen. Wenn die meisten PKW- und LKW-Fahrer aber ein Motorrad hinter sich sehen, dann fahren sie weit rechts und lassen genung Platz um zügig dran vorbeizukommen. Da ist ein Stop zum Fotografieren irgendwie kontraproduktiv - glücklich überholt man so eine Kolonne, um sie dann wieder vorbeiziehen zu lassen. Somit gibt es keine Bilder von der Strecke, die ich immerhin dreimal gefahren bin.

Der geneigte Leser wird jetzt stutzen aber der Aufmerksame sich an das Portemonaie auf dem Alukoffer erinnern. Das tue ich jetzt, 75km später vor einem Supermarkt in der Nähe der tschechischen Grenze, auch.

"So eine Scheisse! Mein Portemonaie ist weg!!"

Ich durchsuche alle Taschen, aber die Erinnerung an das Ablegen auf den Alukoffer ist noch frisch, leider fehlt die Erinnerung daran, es eingesteckt zu haben. Mit etwas Glück liegt es noch auf dem Parkplatz beim Restaurant. Thomas will hier warten und ich montiere soweit alles Gepäck vom Tiger ab, um zügig zurückzufahren. Das klappt auch hervorragend, denn ohne die ausladenen Alukoffer sind die Kolonnen nur eine Gasgriffdrehung lang und Platz ist immer genug. Die Strecke (habe ich schon erwähnt wie schön sie ist) zieht sich und am Restaurant ist natürlich nix zu finden. Mit einem letzten Stückchen Hoffnung fahre ich zurück und beobachte den Strassenrand. Da ist aber auch nix zu sehen. Nach 1,5 Stunden (zugegeben ist es rein theoretisch für 150km mit Geschwindigkeitsbegrenzung etwas wenig ;-) ist der Supermarkt wieder in Sicht und Thomas sitzt auf seinem Campingstuhl direkt vorm Eingang und wartet auf mich.

"Shit happens!"

Zum Glück habe ich meine Papiere immer auf mehrere Geldbörsen aufgeteilt und so fehlt nur der alte graue Führerschein, der Perso, die Scheckkarte und umgerechnet knapp 200EUR in Lei, Dollar, Kronen und Euro. Die Karte lasse ich noch telefonisch sperren und dann gehts endlich weiter. Benzin zahle ich fortan mit Kreditkarte.

Tschechien  Der Grenzübergang in die Tschechei ist der Schnellste von allen - ein kurzer Blick in den Pass und das war es schon. Der Campingplatz ist dann gegen 2o:oo Uhr abends auch zügig gefunden, denn die Symbole in der Karte entsprechen wieder der Realität.

next

- nach oben -


Text&Bilder ©2oo6 - Andreas Just      Letzte Änderung: 12.o7.2oo6