geländegängig
geländegängig
Brunnen
Brunnen
Pause
Pause
Radio
Radio
schöne Landschaft
schöne Landschaft
Lobbyparkplatz
Lobbyparkplatz
Track 12.o6.

Wetter:

prima!

Hotel:

N 4524'44"
E 2513'37"

Tag:

319 km

Gesamt:

6080 km

Montag in Siebenbürgen

Rumaenien  Die ukrainische Grenze im Norden ist unser Ziel. Da das ukrainische Geld wohl nirgendwo in Rumäninen gewechselt wird, darüberhinaus auch die Ausfuhr verboten ist und Thomas noch einiges von der Kettenaktion in Odessa übrig hat, wollen wir die Knete wieder in die Ukraine zurückbringen.

Der Weg dahin wird ebenfalls mit von Hügeln durchzogene Landschaften und wunderbarer Strassenführung geprägt. Ein kleiner Weg unterwegs - zumindest fahrbar sieht es aus - führt runter zum Fluss. Der ideale Platz für eine Pause, ohne dass wir gleich wieder umlagert werden. Leider ist auch hier wieder alles am Ufer zu finden, was irgendwo anders weggeworfen wird. Sogar Radios ;-)
In Grenznähe werden die Strassen aber auch wieder übel. Dabei sind garnichtmal die Schlaglöcher das Problem, sondern die Beulen und Wellen, die die Motorräder immer wieder aufschaukeln lassen.

An einer Tankstelle erzählt uns ein deutschsprechender Rumäne, dass es noch einen weiteren Grenzübergang auf halber Strecke gibt, der erst vor kurzem eingerichtet wurde. Den Ort finden wir schnell, denn die sind mit einem Hinweis in der Art wie "Grenzort" markiert. Eine Strasse oder Weg, der auch nur ansatzweise den Anschein erweckt in Richtung eines Grenzübergangs zu führen, ist aber nicht zu finden.

Wir fahren ein paar Mal hin und her und fragen schliesslich einen Passanten. Der kennt den Grenzübergang, gibt uns aber auch zu verstehen, dass der nur für Fussgänger und Radfahrer gedacht ist. Mit etwas Glück wohl auch für Motorräder, aber das testen wir dann doch nicht mehr aus.

Dann fahren wir halt Richtung ursprünglich geplanten Grenzübergang. Hier beginnt wieder Urlaubsgebiet und eine Pension nach der anderen säumt die Strasse. Das ist gut, dann brauchen wir nicht lange zu suchen. Ein dunkler Wald über einen Höhenzug mit holpriger Strasse wirkt aber irgendwie als Filter. Danach sind zwar Unmengen von Ferienhäusern und hotelähnlichen Gebäuden zu sehen, aber eine Pension oder anderweitiges finden wir erstmal nicht.

Ich frage in einem Restaurant (in einem Haus, dass wie ein Hotel aussieht) und werde auf das einzige Hotel am Platz verwiesen. Von aussen sieht es ja ganz manierlich aus, aber keine Garage und der Parkplatz direkt an der belebten Strasse - das muss man erstmal klären. Als ich die Motorräder anspreche, verweist der Portier gleich auf die Lobby - wir sind wohl nicht die Ersten, die da mit Motorrad ankommen. Breite Türen und ebenerdig - so sollte es sein und man muss nicht alles abpacken.

Auf den ersten Blick sahen die Zimmer gut aus, jetzt auf den zweiten Blick: Es ist doch alles etwas heruntergekommen und das Hotel hat seine besten Jahre auch schon lange hinter sich. Wir sind wohl die einzigen Gäste und das Restaurant ist geschlossen. Der Portier bringt uns dann höchstpersönlich zu einem recht nobel erscheinenden Restaurant in der Nähe. Ich wähle diesmal das Gericht mit den meisten Buchstaben in der Karte und bekomme einen Haufen Kidneybohnen unter denen sich Fleischstücke einer Haxe verstecken. Interessante Mischung und auch sehr lecker, allerdings viel zu viel.

Die letzte Nacht in Rumänien liegt vor uns...

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Text&Bilder ©2oo6 - Andreas Just      Letzte Änderung: 12.o7.2oo6