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Fazit

Ein Fazit ziehen ist diesmal schwer, da soviel unterschiedliches auf dieser Tour zusammenkam.

Die Mongolei hat mich einfach nur begeistert. Die Gastfreundschaft, die Landschaft, die Weite, das Spiel von Licht und Schatten. Ich muss da irgendwann noch mal hin und mir mehr Zeit nehmen. Wir hatten jetzt einen Schnitt in der Mongolei von knapp 150km/Tag, hätten aber auch 200km schaffen können, ich würde aber eher 100km ansetzen, damit mehr Zeit für kleine Abstecher bleibt.
Das Altai-Gebirge, sowohl in Russland als auch in der Mongolei, bedarf auch mehr Tage, um es wirklich zu erfahren.

Russland - speziell um den Baikalsee war auch nicht schlecht, wenn ich auch kein Fan von Urlaubsgebieten bin. Sibirien und der Ural - es gab schöne Ecken, aber überwiegend war es einfach nur langweilig. Ich weiss, dass andere Reisende das teilweise anders sehen, aber ich könnte darauf gut verzichten.

Der Tag in Odessa war mal wieder klasse und wir müssen wohl auch in die nächste Tour wieder einen Abstecher in die Ukraine einplanen - liegt ja zumindest recht verkehrsgünstig in Richtung Asien.

Wenn ich noch mal in die Mongolei fahre, wird sowohl für den Hin- als auch den Rückweg die transsibirische Eisenbahn gewählt. Die ist zwar auch langweilig, aber das ziehe ich dann doch den 9 Tagen Sibirien mit jeweils 600km vor.

Zum Tiger: Sorry -ich habe ihn einmal getreten, weil der Frust über die zu niedrige Ladespannung einfach zu tief sass. Inzwischen ist es aber endgültig repariert und eine Empfehlung an Triumph sich ein paar Fachleute bzgl. Bordelektrik einzustellen, habe ich in der Schublade. Ansonsten hat das Motorrad sehr gut durchgehalten. Es ist zwar mit seinem hohen Schwerpunkt nicht unbedingt erste Wahl für so eine Tour, aber hat ja geklappt, wenn ich auch mit insgesamt 9 Stürzen die Hitliste angeführt habe. Als Entschuldigung kann ich ja noch auf Thomas' Hobbyrally-Fahrerei anspielen oder dass Olaf letztes Jahr Kasachstan durchquert hat und somit beide etwas mehr Erfahrung hatten und dazu kommt der schmerzhafte Crash mit seinen Folgestürzen - das hilft meinem Ego auch etwas, aber ganz ohne Stürze kommt man durch die Mongolei wohl sowieso nicht.

Die Strecken in der Mongolei habe ich jedenfalls definitiv unterschätzt und wenn man zwei Tips geben sollte: Alles was nicht fest ist, ist weg und weniger Gepäck ist mehr. Damit sind eigentlich alle Anforderungen abgedeckt. Meine TKC-80 waren soweit OK, schwächelten aber halt auf nassen Fahrbahnen und im Schlamm geht gar nichts.

Die Hepco&Becker Alukoffer sind definitiv Mist für so eine Tour. Bei einem Sturz geht die gesamte Energie ins Schloss, sie sitzen nicht bombenfest und dass sich das Topcase schon wieder gelöst hat, wurmt mich am meisten. Das wird jedenfalls demnächst geändert und die Alukoffer dürfen dann in der Garage als Werkzeugboxen ihre Zukunft verbringen. An ein Motorrad kommt mir der Kram nur noch, wenn nichts Offroad geplant ist.

Das neue Zelt von Coleman (phad X3) hat sich soweit gut bewährt, es hat allerdings eine Macke. Das Gestänge ist zu lang. Bei heftigem Wind biegen sich die Stangen extrem ins Zelt, aber dem kann man ja mit Abspannen entgegenwirken. Sturzfluten hat es jedenfalls ausgehalten und der heraustrennbare Boden in der Absiss ist wirklich prima.

Klamottenmässig hat sich die Kombination Protektorenhemd, Sommerjacke ohne Protektoren und winddichte Regenjacke wieder bewährt, Bei Hitze reicht das Protektorenhemd, wenn es etwas frisch wird, die Jacke drüber und bei Kälte und Nässe die Regenjacke. Kann ich nur empfehlen.

Etwas doof ist es Foto und Video gleichzeitig machen zu wollen. Ich habe einiges Lohnenswerte nicht fotografiert, weil ich gefilmt habe und einiges nicht gefilmt, weil ich fotografiert habe. So sind relativ wenig Fotos bei mir zusammengekommen und Filmmaterial hätte es auch etwas mehr sein können. Aber die Aufnahmen mit der Onboardkamera klappten zumindest und da meine Mitfahrer auch entsprechende Gerätschaften hatten, reicht es für diese Website und den Film zur Reise...

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Text&Bilder ©2oo8 - Andreas Just      Letzte Änderung: o2.1o.2oo8