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Digitalfotografie, Motorrad und lange Touren

Recht häufig werde ich auf meine Lösung der Bildspeicherung und Sromversorgung angesprochen. Hier ist eine kleiner Überlick.

Das Hauptproblem bei der digitalen Fotografie - gegenüber analog - ist die Frage wohin mit all den entstehenden Daten. Eine durchschnittliche 3 Wochen Tour ergab analog und jetzt auch digital an die 1000-1500 Bilder. Analog verstaut man die Filme irgendwo in den Tiefen der Koffer...

Digital wird es schon komplizierter, denn pro Bild fallen bei mir ca 6MB-12MB/Bild an (ich fotografiere nur in RAW). Bei 1000 Bildern sind das 6GB-12GB an Daten - etwas viel für eine durchschnittliche Speicherkarte, ja es ist (war) selbst noch zuviel, wenn man sich einige Karten zulegen will oder kann.

Die naheliegendste Lösung ist ein sogenannter ImageTank. Einen kleinen Überblick gibt es z.B. hier.

Das ist aber m.E. nur eine halbherzige Lösung, da sie ausser Bilder speichern, eigentlich nix richtig kann. Wenn ich schon elektronischen Speicher mitnehme, dann soll da gefälligst alles drauf, was so anfällt wie z.B. Reisetagebuch, GPS-Trackdaten, Kartenmaterial für GPS, evtl MP3s usw. usw.

Notebook, Festplatte und Kartenleser
Notebook, Festplatte und Kartenleser
Die Lösung ist also ein Notebook und nach diversen Vergleichen und Katalogwälzen wurde es vor einigen Jahren ein Mini-Subnotebook JVC MP731: DIN-A5 Grösse mit inzwischen 120GB Festplatte und (nachgerüsteten) 768MB Arbeitsspeicher. Als OS wird XP-pro mitgeliefert und mit Firewire, USB 2.0 und (W)LAN sind auch genug Anschlüsse zur Aussenwelt vorhanden.
Erweitert wird er mit zwei externen 2,5" Platten (2x160GB). Es sind natürlich auch 3,5" Platten möglich, aber die benötigen mehr Strom, als an einer USB Buchse ansteht. Die beiden 2,5" Platten geben sich dagegen mit einer einfachen USB Strippe zufrieden und benötigen keine eigene Stromversorgung. Ein kleiner Kartenleser komplettiert das ganze.

Nachteil am JVC: Er hat keinen seriellen Anschluss, aber mein Garmin IIIplus hatte einen. Dazu gibt es aber USB->seriell Adapter und damit funktioniert auch das Auslesen und Schreiben von Trackdaten. Ich habe allerdings auch schon von Fällen gehört, wo das nicht funktioniert. Das sollte man also vorher austesten.
Mein aktueller Garmin Zumo und auch der GPS-Logger (i-blue 747) habem jedoch einen USB-Anschluss, somit bleibt der Adapter zuhause.

Stromversorgungen
Stromversorgungen
Zur Vollständigkeit noch die Stromversorgung. Es ist ein 12V Notebooknetzteil, mit dem sich die Notebook-Akkus während der Fahrt laden lassen. Entsprechende Ladegeräte habe ich auch für die Kamera- und Mignonakkus. Sie werden über eine eigene Strippe mit Cynchstecker an das Mopped geklemmt. Das Kabel wurde zwischen Sitzbank und Tank verlegt. Somit kann das jeweils zu ladende Teil im Tankrucksack verstaut werden bzw. da verbleiben. Das Notebook bleibt natürlich wegen der Festplatte beim Fahren aus! Wenn 120er Solid-State-Disks in bezahlbare Regionen kommen, wird sich das aber ändern ;-)

Ein Nachteil des Mininotebooks sollte aber nicht verschwiegen werden:
Ein intensives Arbeiten ist mir damit nicht möglich - dazu benötigt man schon eine externe Tastatur und Maus. Zum Tagebuchschreiben, Sichern und all den anderen Kleinkram, reicht aber die eingebaute Klickfläche und der Mausstick.

Das Notebook passt übrigens auch in meine Fototasche, so dass es auch bei Nicht-Moppedtouren immer dabei ist.

Im Zelt
Im Zelt Kamaradaten überspielen
Thomas speichert Tracks
Thomas speichert Tracks
Die Lösung habe ich nun schon seit mehr als 40000km im Einsatz und bin bisher sehr zufrieden damit. Und dass man seine Bilder gleich abends im Kreis der Mitfahrer oder alleine im Zelt aussortieren oder oder auf Treffen, statt Fotoalbum, einfach das Notebook rumgibt, hat doch auch was ;-)
Ich möchte es nicht mehr missen...

Nachtrag: Zwischenzeitlich habe ich eine andere Ladegerät-Lösung - klickt links unter Ladekram...